Sexuelle Gewalt durch UN Soldaten

Sexuelle Gewalt durch UN Soldaten

Offener Brief 

Seit Jahren wird immer wieder von Übergriffen der Soldaten in sogenannten „Friedensmissionen“ auf die Zivilbevölkerung berichtet.

Anfangs nur schemenhaft, in den letzten Jahren immer deutlicher wird, dass die von der UN ausgesandten Soldaten nicht dem Bild entsprechen, dass die Weltgemeinschaft von ihnen entwerfen möchte.

Insbesondere im Fall sexueller Belästigung dringen mehr und mehr Berichte an die Öffentlichkeit und werden auch neuerdings von der UN Führung bestätigt und aufgezeigt.

Trotz der Versicherung der UN Leitung, man werde diesen Meldungen nachgehen und disziplinarische Maßnahmen ergreifen, scheint die Zahl der Übergriffe sogar noch zuzunehmen.

Neuerdings geht es nicht nur um sexuelle Taten Einzelner, sondern es wird deutlich, dass Gruppen von Soldaten sich an Frauen und Kindern vergehen.

Auf diese Weise wird in den Einsatzländern in denen die Zivilbevölkerung bereits zumeist dem Einsatz sexueller Gewalt durch einheimische Soldaten und Milizen ausgesetzt war nun durch die „Beschützer“ das letzte verbliebene Selbstwertgefühl, die letzte Selbstachtung genommen.

Ein solches Verhalten kann und darf nicht geduldet werden und es ist an der Zeit nunmehr Schritte zu unternehmen, den UN Kontingenten in den verschiedenen Krisenregionen unabhängige „Beobachter“ zuzuordnen, die auf den Schutz der Zivilbevölkerung vor solchen Übergriffen zu achten haben. Diese Beobachter können nach den bisherigen Erfahrungen allerdings nicht mehr aus den Reihen der UN selbst zusammengesetzt sein, sondern sollten von unabhängigen Vertretern der Zivilgesellschaft besetzt werden.

FOCUS INTERNATIONAL fordert deshalb alle Verantwortlichen in den Leitungsgremien der UN auf, sich dieser Angelegenheit umgehend anzunehmen, damit das bereits schwer angeschlagene Image der Organisation nicht im Chaos endet und gemeinsam mit Vertretern der Zivilgesellschaft zu einer nachhaltigen Lösung zu kommen.

Die Geschädigten sollten ebenfalls umgehend Hilfe erhalten. Psychologische und finanzielle Unterstützung ist das Mindeste, was in einer solchen Situation angemessen ist.

Die Täter sollten ebenfalls umgehend einer Strafjustiz übergeben werden, die Recht und Gerechtigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte gewährleistet. Gegebenenfalls müssen auch die Kommandeure der Einsatzkräfte zur Verantwortung gezogen werden, wie es unlängst im Fall von Herrn Bemba durch den Internationalen Gerichtshof (ICC) exemplarisch vorgegeben wurde.

Die stiilschweigende Akzeptanz dieser Verbrechen muss jetzt endlich aufhören. Es kann keine Amnestie für Straftaten gegen die Menschlichkeit im Rahmen eines UN Mandates geben.

 

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Liste der von den UN selbst angegebenen Straftaten seines Personals

gegen die sexuelle Selbstbestimmung nach den Einsatzgebieten

(Quelle UN IOIS)

MINUSCA = Central African Republic

MINUSTAH = HAITI

MONUC & MONUSCO = DR Kongo

UNMIL = Liberia

UNMIS = Sudan

UNMISS = Südsudan

 

 

 

 

 

 

 

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